Pressetexte

2018-09-15 Fünfjähriges bei "Hammer + Veilchen"

Schöne und besondere Bücher

Der Verlag mit dem Hammer feiert fünfjähriges Bestehen

Mit zwei Gedichtbänden begeht der Verlag Hammer + Veilchen (Hamburg und Niederstetten) im September sein fünfjähriges Bestehen. Der Erzähler Wolfgang Denkel legt mit der Sammlung „Schulterblatt“ sein Debüt als Lyriker vor. Die Gedichte des Hamburger Autors bestechen durch Konzentration auf Wesentliches, eine unangestrengte Nachdenklichkeit und auf den Punkt gebrachte Reflexionen etwa über das Schöne, das Verborgene und das Beiläufige. Buchstäblich um Kopf und Kragen geht es in der neuen Gedichtsammlung „Herz an Zunge“ des Berliner Autors und Literaturwissenschaftlers Martin Jürgens. Der grimme Menschenfeind, der sich hinter dem Wort Krebs verbirgt, wird in diesen Texten auf teils drastische Weise thematisiert, aber es geht dem Autor nicht um vordergründigen Alarmismus, sondern um das tiefere Ausloten der menschlichen Existenz, um deren Gefährdungen und Hoffnungen.

„Ja, es gibt sie noch, die schönen, die besonderen Bücher. Hier ist eines davon“, schrieb der Kritiker Volker Jakob in seiner Kritik der Prosasammlung „Liebesmüh“ von Martin Jürgens, die 2017 in der Edition Hammer + Veilchen erschien. Gestartet hatten Günther Emig und Peter Engel ihr neues Unternehmen am 15. September 2014 mit der ersten Nummer der im Internet verbreiteten Literaturzeitschrift „Hammer + Veilchen“, achtseitigen „Flugschriften für neue Kurzprosa“. In den bisher 17 Ausgaben des viermal im Jahr erscheinenden Periodikums haben Autoren wie Mirko Bonné, Tanja Dückers, Heiner Feldhoff, Hermann Kinder, Christine Langer, Christian Maintz, Susanne Neuffer, SAID und Klaus Johannes Thies ihre neuesten Kurzerzählungen veröffentlicht.

Aus der Netzzeitschrift entwickelte sich der Buchverlag Edition Hammer + Veilchen, in dem inzwischen neun Bände mit Gedicht- und Prosasammlungen vorliegen, dazu vier Jahrbücher mit den Texten des Internet-Periodikums. Im programmatischen Text zur Verlagsgründung hieß es im Juli 2014: „Nietzsche wollte in seiner Spätphase bekanntlich mit dem Hammer philosophieren und eine Götzendämmerung herbeiführen. Nichts gegen die Zertrümmerung falscher Götter, aber wir begnügen uns fürs erste mit hammerharten Geschichten, Dabei darf durchaus jene Axt gehandhabt werden, die das gefrorene Meer in uns aufbricht und wie ein Faustschlag auf uns wirkt. Die Veilchen, die dabei entstehen mögen, dürfen unter die Haut gehen und blau sein, aber sie können auch duften.“

Das war zunächst nur für die Netzzeitschrift gemünzt, in der ausschließlich Kurzprosatexte erscheinen, aber es gilt nach wie vor für die Arbeit des Verlags überhaupt. Jährlich erscheinen dort drei bis vier neue literarische Titel, dazu das Jahrbuch mit der Dokumentation des vorhergegangenen Jahrgangs der Zeitschrift „Hammer + Veilchen“.


www.Hammer-und-Veilchen.de
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